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AKTUELLES

Alle Präsentationen aus unserer Impuls-Referat-Reihe finden Sie in unserer Mediathek

Heimatversprechen: Wir machen weiter!

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Auch wenn die Projektförderung für Heimatversprechen Ende November ausgelaufen ist – für uns ist noch lange nicht Schluss. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Die Branche steht so geschlossen zusammen wie nie zuvor, der Austausch ist intensiver geworden und das gemeinsame Ziel klarer denn je.
Deshalb arbeiten wir bereits mit voller Kraft am Folgeprojekt, das sich aktuell in der Antragsphase befindet. Unser Engagement, regionale Wertschöpfung, handwerkliche Qualität und echte Partnerschaften sichtbar zu machen, geht nahtlos weiter.
Heimatversprechen bleibt – und wächst.

Danke an alle Partner, Unterstützer und Betriebe, die diesen Weg mit uns gehen.

Einführung der elektronischen
Ohrmarken (eOM) in Triesdorf ​

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Am 21. November und 12. Dezember fanden an den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf (LLT) zwei Einführungstermine zur neuen eOM-Systematik statt. Eingeladen waren ausgewählte Betriebe sowie Vertreter der Branche, bei denen ein besonderes Interesse und hohes Synergiepotenzial für die Nutzung digitaler Lösungen in der Tierhaltung besteht. Ziel der Veranstaltungen war ausdrücklich nicht eine flächendeckende Einführung der eOM in allen Betrieben, sondern die Optimierung und Weiterentwicklung der Systematik für jene Betriebe, die diese bewusst einsetzen möchten. 

Die LLT haben sich entschieden, die im Projekt Heimatversprechen entwickelte eOM-Systematik vollständig im eigenen Betrieb einzusetzen. Ziel ist es, betriebliche Abläufe zu vereinfachen, die Effizienz zu steigern und den Dokumentationsaufwand im Stall deutlich zu reduzieren. 

Die Systematik basiert auf: 

  • UHF-Ohrmarken zur schnellen, präzisen Tieridentifikation 

  • einem Android-Lesegerät, das sowohl Ohrmarken ausliest als auch direkt mit dem Sauenplaner verbunden ist 

  • einer Bluetooth-Waage, die Gewichte automatisch an das Gerät übermittelt 

 

Damit ersetzt das System die handschriftliche Dokumentation vollständig. Alle relevanten Daten stehen jederzeit digital im Stall zur Verfügung. Die Vorteile reichen von einer effizienteren Tiererfassung über Auswertungen zu Behandlungen und Versuchen bis hin zur Integration von Schlachtleistungsdaten (z. B. bei Anlieferung an den Schlachthof Landshut). Auch für die Zuchtarbeit bietet die Systematik deutliche Mehrwerte, etwa durch sichere Datenerfassung, Vitalitätsbewertungen und die strukturierte Dokumentation von Anomalien. 

Während der Veranstaltungen standen Franz Baierl und seine Auszubildende für praktische Fragen zur Verfügung. Martin Heudecker erläuterte die Entstehung, Entwicklung sowie die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des Systems.  

Die Resonanz der Teilnehmenden war durchweg positiv. Die LLT möchten das geweckte Interesse nutzen, um die eOM-Systematik künftig gezielt in weiteren geeigneten und interessierten Betrieben zu optimieren und weiterzuentwickeln – als praxisnahen Beitrag zu einer digitalen und effizienteren Tierhaltung.  

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Hoher Tierwohl-Standard im Schlachthof Landshut

Die Besichtigung des Schlachthofs am 27. November 2024 war ein voller Erfolg und bot den Teilnehmern, darunter Mitglieder der Schweinebranche, Vertreter des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF), der Tierärztekammer, des Tiergesundheitsdienstes sowie des Max-Rubner-Instituts, wertvolle Einblicke in die hohen Tierwohl-Standards, die dort umgesetzt werden. Geschäftsführer Franz Beringer übernahm die Führung durch die Anlagen und erläuterte die verschiedenen Maßnahmen, die zur Sicherstellung des Tierwohls ergriffen werden.

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Die Veranstaltung, die vom Projekt Heimatversprechen mitorganisiert wurde, hatte zum Ziel, die Bedeutung von Tierwohl in der Schweinebranche zu unterstreichen und innovative Ansätze zur Verbesserung der Bedingungen für die Tiere darzustellen. Besonders hervorzuheben ist die Überwachung sensibler Prozesse bei der Schlachtung mittels Kameraunterstützung und KI-System. Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Anwesenden einig, dass die Tierwohl-Standards in Landshut herausragend sind. Die Teilnehmer lobten die Bemühungen und das Engagement des Schlachthofs.

 

Schlachthofbesichtigung Landshut.jpg

Online-Projektvorstellung: „Zukunftswerkstatt Schwein“

- Konzeption einer Lehr – und Forschungseinrichtung für eine zukunftsfähige und nachhaltige, ökologische und konventionelle Schweinehaltung von Prof. Dr. Wilhelm Pflanz am 21.06.2024.

Prof. Dr. Wilhelm Pflanz, Dekan der Fakultät Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) veranschaulichte in seinem Vortrag das Konzept der „Zukunftswerkstatt Schwein“. Ziel ist es, die bayerische und regionale Schweinehaltung weiterzuentwickeln und zu sichern. Dabei sollen alle Bereiche der Wertschöpfungskette Schwein berücksichtigt und aktuelle Forschungsbereiche z.B. in den Bereichen Haltung, Lüftung aber auch Lebensmittelsicherheit und Fleischsensorik einbezogen werden.

Zu Lehr- und Ausbildungszwecken wird ein ökologischer als auch konventioneller Stall ausgelegt für 96 (ökologisch) bzw. 84 Muttersauen (konventionell), sowie 320 (ökologisch) bzw. 416 Jungsauen/Mastplätze nach nationaler Tierhaltungskennzeichnung, 3 und 4 Stufe errichtet. Die geplanten Ställe sollen innerhalb von vier Jahren fertiggestellt und anschließend auch zu Forschungszwecken genutzt werden. Die Aspekte Tierwohl und Tiergesundheit, Umwelt- und Klimaschutz, Bioökonomie, Digitalisierung, nachhaltiges Bauen und bäuerliche Landwirtschaft, spielen dabei eine zentrale Rolle und fließen bei der Planung der Ställe mit ein. Unterstützt wird das Projekt u. a. von dem Bildungs- und Wissenszentrum Boxberg und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Durch diese Zusammenarbeit können zusätzliche Synergien genutzt werden.

Der Referent spricht bei seinem Vortrag außerdem über die Fleischqualität und geht hierbei auf die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung in seinem Projekt ein. Er betont, dass die Zucht ein wichtiger Einflussfaktor ist. Es wurde jedoch festgestellt, dass alle Bemühungen hinsichtlich der Beeinflussung der Fleischqualität durch Zucht auch einen Mehrwert bringen müsse. Zuchtversuche sind nur sinnvoll, wenn es auch einen Absatzmarkt gibt.

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Präsentation vom 21.06.2024:

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Pressemitteilung vom 14.07.2024: 

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Süddeutsche Schweinefleischerzeugung - zukunftsorientiert, klimafreundlich, wirtschaftlich

Im Rahmen der Projekte „SüdSchwein4Klima“ und „Netzwerk Fokus Tierwohl“ fand am 04. Juli in Ulm-Seligweiler eine gemeinsame Informationsveranstaltung statt, welche die Nachhaltigkeit der süddeutschen Schweinehaltung in den Mittelpunkt stellte, um diese zielgerichtet zu gestalten. Zu der hybriden Veranstaltung waren rund 60 Teilnehmende entlang der Wertschöpfungskette Schweinefleisch nach Ulm-Seligweiler gekommen. Etwa 40 weitere Teilnehmende verfolgten die Veranstaltung online. Vertreten waren Verbände, schweinehaltende Betriebe, Züchter*innen, der Viehhandel, Schlachtbetriebe, Hersteller*innen von Wurst- und Fleischwaren sowie Vertreter*innen aus Verwaltung und Politik.

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Zum Auftakt der Veranstaltung wurden die beiden Projekte vorgestellt. Das vom BMEL geförderte deutschlandweite Verbundprojekt „Netzwerk Fokus Tierwohl“ verfolgt das Ziel bereits vorhandenes Fachwissen aus Wissenschaft, Forschung und Praxis zum Thema Tierwohl, Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu bündeln, aufzubereiten und in die Praxis weiterzugeben. Der Wissenstransfer wird von den Projektpartnern in verschiedenen Formaten umgesetzt.Im Rahmen des EIP-AGRI Projektes „SüdSchwein4Klima“ hat sich eine operationelle Gruppe (OPG) gebildet, bestehend aus Partnern der land- und forstwirtschaftlichen Praxis, Forschungs- und Versuchseinrichtungen, Verarbeitungs- und Vermarktungsunternehmen sowie Verbänden und landwirtschaftlichen Organisationen in Bayern und Baden-Württemberg. Gemeinsam erarbeiten sie ein zentrales Nachhaltigkeitsmodul in der Informationsplattform Qualifood®, welches eine Nachhaltigkeitsbibliothek sowie einen Klima-Schnellcheck beinhaltet. Nutzer*innen insbesondere Landwirt*innen sollen somit eine einfache und sichere Möglichkeit haben, an Informationen rund um das Thema Nachhaltigkeit zu gelangen. Der Klima-Schnellcheck ermöglicht eine erste Einschätzung hinsichtlich der Klimafreundlichkeit landwirtschaftlicher Betriebe. 

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Qualifood® wird bereits jetzt von den meisten schweinehaltenden Betrieben in Süddeutschland genutzt. Die Integration eines solchen Moduls unterstützt daher die süddeutsche Schweinefleischerzeugung, sich klimafreundlich, tierwohlorientiert und wirtschaftlich zukunftsfähig auszurichten.

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Einige Forschungsvorhaben und Maßnahmen für die Entwicklung einer nachhaltigen Tierhaltung im süddeutschen Raum und darüber hinaus existieren bereits. Das wurde durch die Fachvorträge zu verschiedenen Projekten deutlich. Hierzu referierten Professor*innen der Universitäten Hohenheim und Göttingen sowie Mitarbeiter*innen der LfL Bayern, der LSZ Boxberg, der Bodensee-Stiftung, des Fleischprüfrings Bayern e.V. sowie der Ringgemeinschaft Bayern e.V..Alle Beiträge standen im Kontext einer nachhaltigen, kreislauforientierten Tierhaltung und zeigten die Komplexität der Nachhaltigkeitsthemen, die Zusammenhänge sowie die Herausforderungen und Möglichkeiten , die sich hieraus ergeben.Angefangen bei der „Gestaltung einer tiergerechten Haltung“ nahm das Programm die zentralen Nachhaltigkeitsaspekte „Futtermittel und Fütterung“, „Wirtschaftsdüngermanagement“ sowie „Kommunikation innerhalb der Wertschöpfungskette“ in den Blick. Diese Aspekte sind wichtige Stellschrauben bei der Gestaltung einer nachhaltigen Schweinehaltung.Die Vorstellung von zwei Erfassungsmethoden zur Klimawirkung, dem LfL Klima-Check sowie dem ACCT-Tool, welches von der Bodensee-Stiftung mitentwickelt wurde, rundeten das Programm ab. Neben informativem Input, bot die Veranstaltung ebenfalls die Möglichkeit zur Diskussion zu den vorgestellten Inhalten.

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Nähere Informationen zu dem Projekt „Netzwerk Fokus Tierwohl“ finden Sie hier ».

Nähere Informationen zu dem Projekt „SüdSchwein4Klima“ finden Sie hier ».

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Pressemitteilung: 

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Projektvorstellung „DigiSchwein“ und Verbundprojekt „TiPP“

Im Rahmen unseres Projektes Heimatversprechen bieten wir den Projektpartnern und allen Interessierten, in regelmäßigen Abständen, einstündige Impuls-Referate via Online-Veranstaltung an.

In der zweiten Veranstaltung präsentierten Ulrich Hartmann und Henrike Renner (Landwirtschaftskammer Niedersachsen) das Projekt „DigiSchwein“ sowie das Verbundprojekt „TiPP“:

 

„DigiSchwein“: Unter Berücksichtigung aktueller Problemfelder wie Krankheitsfrüherkennung, Schwanzbeißen, Geburtsüberwachung und Nährstoffströme konzentriert sich das Projekt auf die Entwicklung eines digitalen Frühwarnsystems für Praxisbetriebe. Dieses Farmmanagementsystem erhebt über verschiedene Sensorarten kontinuierlich und in Echtzeit zahlreiche Tier-, Umwelt- und Anlagendaten. Durch die Vernetzung und Auswertung der Sensordaten erhalten Landwirt*innen aktuelle Statusmeldungen, Prognosen und Handlungsempfehlungen für ihren Betrieb, die sie in ihrer täglichen Arbeit effektiv unterstützen. Mit Hilfe eines umfassenden Wissenstransferkonzepts werden die Projektergebnisse entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette vermittelt.

 

„TiPP“ beschäftigt sich mit der Erprobung neuer digitaler Ansätze zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten zur Erzeugung von Lebensmitteln tierischen Ursprungs; konkret am Beispiel der Schweinefleischproduktion.

 

Präsentation „DigiSchwein“: 

 

Präsentation „TiPP“: 

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Weitere Infos können Sie auch unter: https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/projekte/465 oder https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/projekte/537_TiPP#blog310 nachlesen.

Projektvorstellung "Pilotstudie 1000 Betriebe" durch Christian Hiß (Geschäftsführer der Regionalwert Leistungen GmbH) am 02.02.2024 

im Rahmen unseres Projektes Heimatversprechen bieten wir den Projektpartnern und allen Interessierten, in regelmäßigen Abständen, einstündige Impuls-Referate via Online-Veranstaltung an.

In einer weiteren Veranstaltung präsentierten Christian Hiß und seine Kollegen Martin Kunisch (Hauptgeschäftsführer KTBL) und Eric Waibel anschaulich das Projekt „1000 Betriebe“:

Das Unternehmen möchte im Rahmen einer Pilotstudie gemeinsam mit dem KTBL mit mindestens 1000 Betrieben Gemeinwohlleistungen und den Nachhaltigkeitsgrad landwirtschaftlicher Betriebe standardisiert erfassen und bewerten.

 

Seine Motivation für das Projekt fand Hiß in der Leistung, die landwirtschaftliche Betriebe für das Gemeinwohl erbringen, dafür jedoch bisher nicht explizit vergütet werden. Durch eine Zusammenarbeit mit dem KTBL während der Pilotstudie fand man praxisorientierte Lösungen für eine betriebswirtschaftliche Darstellung der erbrachten Leistungen.

 

Waibel geht im Anschluss sehr detailliert auf die Regionalwert-Leistungsrechnung ein. Er stellt klar: „durch die Berechnung der Nachhaltigkeitsleistungen im Betrieb wird einerseits eine weitere Grundlage für eine Betriebsentwicklung hinsichtlich Nachhaltigkeit sowie eine fundierte Kommunikation der Gemeinwohlleistungen im gemeinsamen Dialog mit der Gesellschaft geschaffen“. Die Forderung hinsichtlich der Bewertung von Nachhaltigkeitsleistungen auch auf Seiten des Handels und der Politik wird zunehmen. Hier ist der Leistungsrechner einen Schritt voraus und bietet bereits konkrete Vorschläge aus der landwirtschaftlichen Praxis heraus, so Hiß.

Die Einzelauswertung ist dabei relativ einfach und kostengünstig. Die Datenerfassung erfolgt durch den Betrieb über eine Online-Plattform. Die Auswertung erhalten die Betriebe anschließend sofort automatisch und umfassend.

Für das Projekt werden noch weitere Partner mit Zugang zu landwirtschaftlichen Betrieben gesucht.

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Das 1000 Betriebe Projekt:  

Alle Hände rein

NACHHALTIGKEIT

Gesellschaftsworkshop
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Im Rahmen des Projekts Heimatversprechen planen wir einen Gesellschaftsworkshop, an dem Vertreter aus verschiedenen Bereichen wie der bayerischen Landwirtschaft, Wissenschaft, Verbraucherorganisationen, Kirchenvertretern und der Politik teilnehmen werden. Das Ziel dieses Workshops ist es, den Zusammenhalt und die Bereitschaft zur Veränderung in der heimischen Schweinefleischerzeugung zu stärken. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus diesem Workshop sollen dann in die weiteren Handelsgespräche einfließen, um eine nachhaltige Produktion zu fördern.

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